Musterschüler im Energie sparen
Murnau - Endspurt beim European Energy Award: Die Marktgemeinde Murnau wird diesen Preis aller Voraussicht nach heuer bekommen.
Die Marktgemeinde Murnau ist eine von nur fünf oberbayerischen Kommunen, die derzeit bei diesem Projekt mitmachen. In ganz Bayern sind es 23 Orte. Der Energy Award ist ein Klimaschutz-Programm für Gemeinden. Dabei steht das Einsparen von Energie, deren effiziente Nutzung sowie der verstärkte Einsatz regenerativer Energien im Mittelpunkt.Bereits 2007 hatte der Gemeinderat eine Resolution zur Energiewende verabschiedet. Wilhelm Müller ist zwar seit einigen Monaten im Ruhestand, doch der ehemalige Chef der Gemeindewerke hat sich bereit erklärt, weiterhin das Murnauer Energieteam zu leiten. Er betont, dass gerade in letzter Zeit „wesentliche Dinge auf den Weg gebracht“ worden seien. Er nennt hierbei das Energie-Leitbild, das erarbeitet werden soll. Dazu sollen unter anderem die Energiemengen erfasst werden, die im Ort anfallen. „Es soll auch geschaut werden, wo in Murnau eventuell Fernwärmeleitungen gebaut werden können“, erklärt Müller. Man wolle prüfen, ob man das Ganze auf den Kemmelpark und dessen Umgebung beschränkt oder auch in anderen Vierteln realisieren könnte.Müller verweist ferner darauf, dass Murnau eine völlige Neuausrichtung auf dem Stromsektor anvisiert. Darüber hinaus hält er noch die Sanierung der Emanuel-von-Seidl-Schule sowie des Kindergartens in der Schlossbergstraße für erwähnenswert. Die Projekte verschlingen 2,45 Millionen Euro, wobei die Gemeinde nur relativ wenig zu schultern hat. Der Löwenanteil wird hierbei über das Konjunkturpaket II finanziert. Schule und Kindergarten würden energietechnisch „auf einen modernen Standard“ gebracht, erläutert Müller. Zudem verweist er auf das Energiemanagement. Eine Firma wurde damit betraut, in einem Teil der kommunalen Gebäude die Beheizung zu prüfen.Doch die Gemeinde kann beim Energy Award noch anderweitig punkten. So befassen sich zum Beispiel bei Murnau Miteinander Teams mit Ökologie- und Verkehrsfragen, was sich in der Bewertung wohl positiv niederschlagen wird. Am 17. März steht nun eine Erfolgskontrolle an, bei der ein Fachmann vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (EZA) nach Murnau kommt. EZA betreut die Gemeinde in Sachen Energy Award und wird dann auch beantragen, dass die Marktgemeinde zertifiziert wird. Müller rechnet mit einem Termin im Mai oder Juni. Der Preis soll dann später übergeben werden – „möglichst durch den Bayerischen Umweltminister“, sagt EZA-Mitarbeiter Thorsten Böhm. Im Hinblick auf ein Resümee hält er sich noch etwas bedeckt, betont aber: „Es ist in Murnau einiges umgesetzt worden.“ Und es wäre aus seiner Warte sicher nicht so viel passiert, wenn die Gemeinde nicht an dem Programm teilgenommen hätte.
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